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Standartenführer, Dienstgrad innerhalb der NS-Kampforganisationen. Ab diesem Dienstgrad wurden die Dienstgradspiegel beidseitig getragen. Die Spiegel bestanden aus der Darstellung eines Eichenblattes.[1] Bis 1945 wurde dieser Dienstgrad von den Verbänden der SA, NSKK, NSFK, SS und Waffen-SS verwendet. Militärisch entsprach dieser NSDAP-Dienstgrad in etwa einem Oberst.

Geschichte Bearbeiten

Der Dienstgrad "Standartenführer" wurde 1925 bei der SS eingeführt und hatte bei der SA seine Entsprechung im SA-Gausturmführer. Beide Titel beinhaltete dieselbe Funktion: die Befehlsgewalt über regimentsähnliche Einheiten der SA und SS, die zwischen 300 und 500 Mann umfassten. Der SA-Gausturm war unter Felix Pfeffer von Salomon die höchste Einheit der SA, die auf Gauebene organisiert war.

1928 wurde der Dienstgrad in die aktive Dienststellung (Standartenführer [I]) und in den eigentlichen Dienstgrad (Standartenführer [II]) unterteilt. 1931 wurde innerhalb der SA die interne Verwaltungsstruktur reorganisiert. Anstelle des "SA-Gausturms" trat nun die "SA-Untergruppe", die von einem SA-Oberführer geführt wurde. Zwischen dieser und dem Sturmbann wurde nun die Standarte bei der SA angesiedelt und deren Führer, die ehemaligen "Gau-Sturmführer", trugen nun wie in der SS den Namen "Standartenführer". Gleichzeitig wurde begonnen, mit der Motor-SA motorisierte Einheiten aufzustellen. Die Sonderformation der Motor-SA war gleich der Reiter-SA wie die übrige Sturmabteilung organisiert. Das heißt, deren Führer trugen die gleichen Titel und Dienstgradabeichen wie die SA und die SS. Neben der Motor-SA wurde auch das Nationalsozialistische Kraftfahrkorps aufgebaut, das sich ebenfalls eng an der SA orientierte und deren Uniformen und Rangabzeichen trug. Im Spätsommer 1934 wurden Motor-SA und NSKK sowie die Flieger-SA und die Flieger-SS mit anderen Luftsportverbänden zum Nationalsozialistischen Fliegerkorps zusammengelegt.

Fußnote Bearbeiten

  1. SA-Standartenführer, die aktiv eine Standarte führten, trugen auf dem rechten Spiegel unter dem Eichenblatt zusätzlich eine kleine Metallziffer, die der Nummerierung der Standarte entsprach. War ein Standartenführer der SA jedoch aktiv mit der Führung eines Sturmbannes beauftragt, dann trug er nur auf dem linken Kragen die Patte mit dem Eichenblatt. Auf dem rechten wurde dann ein "Dienstabzeichen" getragen, die aus der Nummer des Sturmbannes und der Standarte bestand.

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