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Emblem der Sturmabteilung

Sturmabteilung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, kurz Sturmabteilung (SA), war die Bezeichnung der politischen Terrorgruppe des späteren nationalsozialistischen Diktators Adolf Hitler.

Die NS-Organisationen gehören in der Bundesrepublik Deutschland zu den verfassungswidrigen Organisationen im Sinne von § 86 Strafgesetzbuch (StGB). Ihre Symbole und Kennzeichen, dazugehören auch Uniformteile, unterliegen dem Verbreitungsverbot nach § 86a StGB.

Geschichte Bearbeiten

Vorgeschichte und die Box- und Sportabteilung der NSDAP Bearbeiten

Dien wenigen verbliebenen Freikorps-Angehörigen bildete Hitler die Sturm-Staffel (S.S.) und aus dieser heraus seine erste persönliche Schutztruppe, den Stoßtrupp "Adolf Hitler". Bearbeiten

Offizielle Gründung der SA und die Zeit bis zum Verbot Bearbeiten

Bundesarchiv B 145 Bild-P049500, Berlin, Aufmarsch der SA in Spandau

Propagandamarsch der Berliner SA.

Anfang November 1921 kam es während einer Rede Hitlers im Bürgerbräukeller zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit kommunistischen Gegnern. In einer brutalen Saalschlacht konnte die zahlenmäßig unterlegene NS-Ordnertruppe den politischen Gegner besiegen. So nannte Adolf Hitler am 4. November 1921 die Box- und Sportabteilung offiziell in Sturmabteilung um.

Im März 1923 übernahm der Hermann Göring das Kommando über die inzwischen 1.150 Mann starke SA und organisierte diese nach militärischen Gesichtspunkten. Nun war die Hauptaufgabe dieser SA nicht mehr der Schutz der eigenen Parteiführung, sondern vielmehr die Bekämpfung des politischen Gegners und zunehmend auch die Diskriminierung der Juden. Die SA stand zu diesem Zeitpunkt noch unter Waffen und wurde aus diesem Grund auch als sogenannter völkischer Wehrverband in die Landesverteidigung eingeplant. Am 8. und 9. November fand der Hitlerputsch statt, an dem auch 2.000 Mann der SA und anderer völkisch-orientierter Verbände teilnahmen. Nach dessen Niederschlagung wurden sowohl die NSDAP als auch ihr bewaffneter Arm, die SA, verboten.

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Aktivitäten während der Verbotszeit und Neugründung Bearbeiten

1924 wurde Adolf Hitler zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt. Er bestimmte, dass der ehemalige Reichswehr-Offizier Ernst Röhm neuer Führer der inzwischen verbotenen SA wurde. Dieser reorganisierte die ehemalige SA in der gesamten Weimarer Republik neu und nannte diese in "Frontbann" um und warb viele neue Mitglieder an. Im Dezember 1924 wurde Hitler nach fünfmonatiger Haft auf Bewährung entlassen und Ernst Röhm konnte diesem mitteilen, dass die SA von 2.000 auf nunmehr 30.000 Mitglieder angewachsen war und das diese im "Frontbann" organisiert waren.

Bereits am 25. Februar 1925 wurde die NSDAP, am 1. April die SS als neuer Parteisaalschutz und im November die SA neu aufgestellt. Ernst Röhm wurde auf dem Reichsparteitag der NSDAP nun in die Dienststellung eines SA-Reichsführers eingesetzt und ihm wurde die SS unterstellt. Aber da sich Hitler weigerte, die SA erneut als "Wehrverband" aufzubauen, trat Röhm bereits kurze Zeit später aus der NSDAP sowie aus der SA aus und ging ins Ausland. Röhm hatte das persönliche und ehrgeizige Ziel, aus der SA eine künftige Volksmiliz zu schaffen, in der auch die offiziellen Streitkräfte der deutschen Republik aufgehen sollten.

Rückkehr Röhms an die Spitze der SA Bearbeiten

1930 umfasste die SA unter ihrem neuen SA-Reichsführer Franz Pfeffer von Salomon bereits 80.000 Mitglieder. Aufgrund persönlicher Differenzen zwischen von Salomon und Hitler kam es im Herbst 1930 zum Bruch zwischen beiden. Adolf Hitler ernannte sich nun selbst zum Obersten SA-Führer und holte telegrafisch seinen Duzfreund Ernst Röhm zurück. Dieser übernahm die Funktion des Chef des Stabes SA. Röhm begann die SA zur Massenorganisation der Partei auszubauen. Bereits im Frühjahr 1932 umfasste die Sturmabteilung 220.000 Mitglieder, die sich überwiegend aus Arbeitslosen, ehemaligen Freikorps-Angehörigen und gescheiterten Existenzen bildeten. Röhms SA wurde nun in brutalen Straßenschlachten gegen die politischen Gegner wie dem Roten Frontkämpferbund (KPD) und dem Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold (SPD) geführt. Die blutigen Auseinandersetzungen führten 1932 noch einmal zu einem kurzfristigen Verbot der SA.

Die Rolle der SA nach der "Machtergreifung" Hitlers Bearbeiten

Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler vom Reichspräsidenten Paul von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Aus rund 150.000 Angehörigen der SA wurde nun eine SA-Hilfspolizei gebildet, die zahlreiche Terroraktionen gegen Gegner der Nationalsozialisten und gegen Juden durchführten. Sie führten sogenannte "Wilde Lager" ein, die zum Vorbild der Konzentrationslager wurden. Die Mitgliederzahl der SA stieg sprunghaft an. Umfasste sie Anfang 1933 rund 2 Millionen Mitglieder, so erhöhte sich ihre Zahl mit der Eingliederung des Kyffhäuserbundes und des Stahlhelms auf rund 4,5 Millionen. Ernst Röhm jedoch war nie von seinen alten Plänen abgegangen, aus der SA eine "Volksmiliz" zu schaffen. Er trat immer mehr in Gegensatz zu Hitler und der militärischen Führung. Hitler beschloss aus diesem Grund, Röhm zu beseitigen und die SA zu entmachten.

Die Rolle der SA nach dem "Röhmputsch" Bearbeiten

Am 30. Juni und am 1. Juli 1934 ließ Adolf Hitler die Reichsführung SA entmachten und im Wesentlichen ausschalten, indem er Röhm und die wichtigsten Führungspersönlichkeiten durch die SS unter Heinrich Himmler ermorden ließ. Um diese Mordaktion nicht als illegal erscheinen zu lassen, ließ Hitler nachträglich ein "Gesetz über die Staatsnotwehr" beschließen, in dessen Rahmen der "Putschversuch" Röhms und "dessen Clique" niedergeschlagen wurde. Die SS wurde nun eine eigenständige NS-Kampforganisation und die Untereinheiten der SA wie die Motor-SA und die Flieger-SA wurden ebenfalls in eigenständige Organisationen umgeformt oder gingen in anderen Verbände auf. Aus der Ersteren wurde letztendlich das NSKK und aus der Letzteren das NSFK gebildet.

Ab dem Herbst 1934 spielte die SA politisch keine Rolle mehr. Ihre Hauptaufgabe beschränkte sich auf Demonstrationszüge und Aufmärsche sowie auf die vor- und nachmilitärische Ausbildung ihrer freiwilligen Mitglieder. So ging die Mitgliederzahl aihliuoluch immer weiter zurück. 1938 gehörten nur noch 1,2 Millionen Menschen der SA an. Eine Aufnahme wurde nun dadurch erschwert, dass nur noch NSDAP- und HJ-Mitglieder als SA-Bewerber zugelassen waren. Soldaten der Wehrmacht stand der Beitritt jederzeit frei.

Rolle der SA im Zweiten Weltkrieg Bearbeiten

Im Januar 1939 verfügte Adolf Hitler, dass Teile der SA erneut bewaffnet werden sollten. Eigens dafür wurden sogenannte SA-Wehrsport-Gemeinschaften gegründet. Aus diesen wurden im Oktober desgleichen Jahres die SA-Wehrmannschaften gebildet, die im Zweiten Weltkrieg die Wehrmacht und die deutsche Polizei unterstützen sollten. Vereinzelnd wurden SA-Wehrmannschaften auch in Kampfeinsätze verwickelt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Gesamt-SA zwar als NS-Organisation verboten, aber nicht zur verbrecherischen Organisation erklärt.

Siehe auch Bearbeiten

Literatur Bearbeiten

  • Peter Longerich: Die braunen Bataillone. Geschichte der SA, Verlag C. H, Beck München 1989, ISBN 3-406-33624-8
  • Christian Zentner, Friedemann Bedürftig (Hrsg.): Das Große Lexikon des Dritten Reiches. Südwest Verlag, München 1985, ISBN 3-517-00834-6.
  • David Littlejohn: The SA 1935—45: Hitler's Stormtroopers, Osprey Publishing 1990, ISBN 978-0-85045-944-9
  • Hilde Kammer und Elisabet Bartsch: Jugendlexikon Nationalsozialismus. Begriffe aus der Gewaltherrschaft 1933—1945, Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, 1982, ISBN 3-499-16288-1


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