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Bundesarchiv Bild 146-2007-0003, Soldaten bei der Verhaftung von Stadträten

"Stoßtrupp Adolf Hitler" bei der Verhaftung von Stadträten. Im Vordergrund eine Hakenkreuz-Armbinde als Symbole einer frühen SA-Dienststellung.

Hakenkreuz-Armbinde, auch Hakenkreuzarmbinde, Sturmbinde oder Kampfbinde, seit 1920 äußeres Kennzeichen der NSDAP. Das Hakenkreuz als politisches Symbol wurde von der österreichischen DNSAP und anderen Gruppen innerhalb der sogenannten Völkischen Bewegung übernommen. Bis 1938 gab es in etwa 38 Varianten dieser Armbinde und gegen Ende des Zweiten Weltkrieges diente die Armbinde als Uniformersatz des Volkssturms, obgleich dieser eine eigene Armbinde besaß.

Mit dem Kontrollratsgesetz Nr. 2 wurden sämtliche nationalsozialistischen Organisationen aufgelöst und verboten. Bis heute ist nach. § 86 Abs. 1 Nr. 4 StGB (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) das Abbilden und Tragen dieser Armbinde, mit Ausnahme der historischen Dokumentation, in Deutschland, sowie Österreich und anderen Staaten verboten.

Beschreibung der Armbinde und abweichende Formen Bearbeiten

Die Hakenkreuz-Armbinde der NSDAP bestand aus rotem Wollstoff, in dem mittig ein weißer Kreis mit schwarzem Hakenkreuz angebracht war.

Die Armbinden mussten den parteiamtlichen Vorschriften der NSDAP und ihrem Reglementierungswahn entsprechen. Mitglieder, die sich einen Bezug über einen Schneider finanziell nicht leisten konnten, durften ihre Armbinden selbst herstellen. Diese mussten von einer übergeordneten Stelle (in der Regel von einem Ortsgruppenleiter oder Kreisleiter) genehmigt werden und erhielten einen Stempelabdruck auf der linken Seite der Armbinde, wobei der Stempel den Kreis und das rote Grundfeld überschnitt.[1][2]

Auch die Mitglieder der "NSDAP-Parteibereitschaft" trugen eine solche, etwas schmaler ausgelegte Armbinde. Diese war gewebt und trug in schwarz die gedruckte Aufschrift NSDAP-Parteibereitschaft.[3]

NSDAP-Dienststellungsarmbinden Bearbeiten

SS-Armband

Armbinde mit der SA-Dienststellung "Reichsführers-SS".[4]

Vor der Einführung der Dienstgradabzeichen und Schulterstücke wurde in den NS-Organisationen zwischen 1923 und 1929/1930 die Rangstellung des Trägers anhand verschiedener Querstreifen und Farben dargestellt. Sie fielen mit der Einführung der Dienstgrad-Spiegel weg, die 1933 zusätzlich um Schulterstücke ergänzt wurden.

Sturmabteilung (SA)[5] Bearbeiten

  1. SA-Mann: keine Streifen; normale NS-Armbinde
  2. Zugführer: zwei silberne (weiße) Streifen
  3. Hundertschaftsführer: drei silberne Streifen
  4. Regimentsführer: drei silberne Streifen
  5. Gruppenführer: einen goldenen Streifen[6]
  6. Reichsführer SA:?[7]

Schutzstaffel (SS) Bearbeiten

  1. SS-Mann: normale SS-Armbinde (ohne weiße Streifen)
  2. Staffelführer: 1 Streifen
  3. Oberführer: 2 Streifen
  4. Reichsführer: 3 Streifen

siehe auch Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Brian L. Davis und Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, Abbildung S. 108
  2. Davis und Westwell, a. a. O., Abbildung S. 71
  3. Davis und Westwell, a. a. O., Abbildung S. 113
  4. Fehlerhafte Darstellung, da die SS-typischen schwarzen Streifen fehlen!
  5. Einschließlich der Motor-SA und der "nationalsozialistischen Arbeiter-Jugend"/Hitlerjugend.
  6. Davis und Westwell, a. a. O., S. 95
  7. Dienststellungskennzeichen zurzeit nicht bekannt. Hermann Göring trug als ehemaliger Chef der SA zwischen 1923 und 1932/33 eine Armbinde mit drei weißen Streifen, deren Ränder ebenfalls weiß eingefasst waren. (Siehe hierzu auch David Littlejohn: The SA 1921—1945: Hitler's Stormtroopers, S. 9)

Literatur Bearbeiten

  • Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen. 1933–1945. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-613-02676-7.
  • Andrew Mollo: Uniforms of the SS. Band 1: Allgemeine SS 1933–1945. 4th edition. Windrow & Greene, London 1991, ISBN 1-872004-90-3.


Info Sign Dieser Artikel wurde, gemäß GFDL, CC-by-sa mit der kompletten History aus dem Uniformen-Wiki importiert.

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