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Gliederungen und angeschlossene Verbände der NSDAP, auch Kampfverbände der NSDAP oder nationalsozialistische Organisationen, war die Sammelbezeichnung aller der NSDAP zugeordneten oder dieser formaljuristisch unterstellten Organisationen und Verbände, die vor allem zur Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft (1933–1945) als staatstragend eingestuft wurden.

Parteigliederungen und angeschlossene Verbände Bearbeiten

Grundsätzliches Bearbeiten

Im Rahmen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) wurden ab 1925 zahlreiche Untergliederungen geschaffen, um eine möglichst breite Bevölkerungsschicht zu erreichen und diese in die Parteistrukturen einzugliedern.

Seit 1935 wurden innerhalb der nationalsozialistischen Organisationen zwischen den „reinen“ NSDAP-Gliederungen, die sogenannten NS-Kampforganisationen, deren Sammelbezeichnung an die „nationalsozialistische Kampfzeit“ (1925/26–1933) erinnern sollte, von den sogenannten angeschlossenen Verbänden der NSDAP unterschieden.

Als parteipolitische Kampforganisationen galten vor allem die Sturmabteilung (SA), die Schutzstaffel (SS) und das Nationalsozialistische Kraftfahrkorps (NSKK).

Die Sturmabteilung […] bildet mit der SS und dem NSKK die politische Kampftruppe der Partei. […] —   „Der Neue Brockhaus. Allbuch in vier Bänden und einem Atlas“ (1938), Band 4 S—Z, Artikel SA, S. 1

Zu diesen großen Drei traten das Nationalsozialistische Fliegerkorps (NSFK), die Hitlerjugend (HJ) und der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund (NSDStB) sowie die Nationalsozialistische Frauenschaft (NS-Frauenschaft) als „erweiterte“ NS-Organisationen hinzu. Allen gemein war, dass sie als Parteigliederungen vom Schatzmeister der NSDAP und damit von der Partei als solchen finanziert wurden.

Die angeschlossenen Verbände der NSDAP galten als eigenständige Rechtspersönlichkeiten, die sich selbst finanzierten und lediglich nur durch die NSDAP und ihre Führungsspitze kontrolliert wurden. In diversen Quellen wurde auch das NSFK diesen zugerechnet, da es aus der Zusammenlegung des ehemaligen Deutschen Luftsportverbandes und den Fliegerstürmen der SA und SS entstand. Das NSFK stand unter dem Einfluss von Hermann Göring (1893–1946), dem Oberbefehlshaber der Deutschen Luftwaffe. Aus diesem Grund wies das NSFK innerhalb der nationalsozialistischen Organisationen eine Zwitterstellung auf, da es Gemeinsamkeiten mit beiden Gruppen, den reinen und den angeschlossenen Verbänden, teilte.

Parteigliederungen Bearbeiten

  1. Sturmabteilung (SA)
  2. Schutzstaffel (SS)
  3. Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps (NSKK)
  4. Nationalsozialistisches Fliegerkorps (NSFK)
  5. Hitlerjugend (HJ)
  6. Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund (NSDStB)
  7. NS-Frauenschaft

Angeschlossene Verbände der NSDAP Bearbeiten

  1. Deutsches Frauenwerk
  2. Deutsche Arbeitsfront (DAF)
  3. Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV)
  4. NS-Kriegsopferversorgung
  5. NSD Ärztebund
  6. NS-Lehrerbund
  7. NS-Beamtenbund
  8. NS-Juristenbund
  9. NS-Reichskriegerbund

Literatur Bearbeiten