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Ehemals Deutschsprachige, Begriff aus der sprachwissenschaftlichen Sekundärliteratur. Unter diesem Term werden alle Sprecher kontinentalgermanischer Sprachen zusammengefasst, die heute nicht mehr dem deutschen Sprachgebiet zugerechnet werden.

Explizit wird darunter das niederländische und das letzeburgische Sprachgebiet verstanden. Eine Zwitterstellung nehmen die deutschen Dialekte in Frankreich (Elsass-Lothringen) ein. Von der deutschen Sprachwissenschaft werden diese de jure der deutschen Sprache (Deutschsprachige) zugerechnet. Aber de facto sind sie aufgrund der massiven Französisierung nach 1945 fast ausgestorben. Ihre letzten Sprecher sehen sich in der Regel nicht mehr als Deutsche, sondern als Franzosen. Die alte Stammeszugehörigkeit wird hervorgehoben, um nicht mit den Deutschen gleichgesetzt zu werden. So bezeichnen sich beispielsweise die Luxemburger und Elsässer als Franken und Alemannen.